Gemeinden verfügen über viele Möglichkeiten den Verbrauch von Strom und Wärme in ihren Gebäuden zu beeinflussen um dadurch Energie möglichst rationell einzusetzen. Energieeffiziente Geräte führen bereits zu starken Energie- und Kosteneinsparungen. Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Faktor beim Energieverbrauch ist der Umgang mit der Energie: Nutzerverhalten kann den Verbrauch um bis zu 20 bis 30 Prozent beeinflussen.

Die öffentlichen Verwaltungen sind der größte Arbeitgeber in Luxemburg und sind daher von großer Bedeutung in Sachen Energiesparen. Sie spielen eine wichtige Vorbildfunktion und können zur Sensibilisierung der ganzen Bevölkerung beitragen.

Durch den Klimapakt, erhalten der Energieverbrauch und der Klimaschutz eine sehr zentrale Stellung in der Gemeindepolitik. Alle Entschlüsse ob in der Landes- oder Verkehrsplanung, in der Beschaffungs- oder Versorgungspolitik, werden mit nachhaltigen Kriterien abgewogen. Folgende Vorteile wird der Klimapakt den Gemeinden bringen:

  • Sparpotenzial

Durch eine nachhaltige und energieeffiziente Politik spart die Gemeinde viel Energie und somit viel Geld. Beispiel: Der Anteil der Straßenbeleuchtung beträgt in vielen Gemeinden ungefähr ca. ein Drittel des kommunalen Stromverbrauchs.  Durch den Austausch alter Lampen in Wohnstraßen durch LED-Leuchten kann der Stromverbrauch für Beleuchtung bis zu 80 Prozent reduziert werden.

  • Lokale Wertschöpfung

Durch den Ausbau erneuerbarer Energien (Holzhackschnitzelanlagen, Pellets, Biogas, Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft) reduziert die Gemeinde ihre Abhängigkeit von den konventionellen Energieversorgern im Ausland (Heizöl, Erdöl, importierter Strom). Die Ausgaben für Energie bleiben zu einem großen Teil in der Region und fließen nicht in die Ölstaaten ab.

Beim Einsatz von Öl oder Gas verbleiben 15 Prozent der Energiekosten in Luxemburg, während 75 Prozent in die Ölstaaten abfließen. Mit der Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort verbleiben bis zu 60 Prozent der Energieausgaben in der Region (Solarcomplex, 2012).

  • Lokale Beschäftigung

Sanierungen von Häusern und Gebäuden, Installation, Wartung und Betrieb erneuerbarer Energie-Anlagen bedeuten häufig Aufträge für lokale Betriebe wie z.B. Handwerker. Bereits in einem kleinen Ort mit 150 Haushalten fließen bei einem durchschnittlichen Heizölverbrauch von 3.000 Liter pro Haushalt und Jahr und einem Heizölpreis von 0,77 Euro pro Liter jährlich fast 350.000 Euro allein für Heizzwecke ab. Bei einer dezentralen Bereitstellung der Energieträger (durch erneuerbare Energien wie z.B. Pellets) könnten damit bereits einige Familien ihren Lebensunterhalt verdienen.

  • Erhalt unserer Umwelt

Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist es, endliche Ressourcen zu erhalten, die Grundbedürfnisse aller Menschen zu befriedigen und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

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