Die öffentlichen Verwaltungen sind der größte Arbeitgeber in Luxemburg und sind daher von großer Bedeutung in Sachen Energiesparen. Sie spielen aber auch eine wichtige Vorbildfunktion und können zur Sensibilisierung der ganzen Bevölkerung beitragen.

Befort will zukünftig aktiven Klimaschutz im Zusammenspiel aller Akteure in der ländlich geprägten Kommune erfolgreich umsetzen. Damit will die Gemeinde ihren Beitrag zur Minderung der CO2–Emissionen leisten. Befort ist bereit, frühzeitig Maßnahmen zur zukunftsfähigen Gestaltung der Strukturen zu ergreifen, um negative Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren.

Durch Kommunikation der Erfolge und des Nutzens von Klimaschutz und Klimaanpassung für alle Beteiligten möchte die Gemeinde zum Nachahmen anregen und zu einer breiten Beteiligung aller motivieren. Bezogen auf die globale Herausforderung des Klimawandels übernimmt Befort mit dem Leitbild auf kommunaler Ebene Verantwortung.

Prioritäre Handlungsfelder für den Klimaschutz in Befort sind die Bereiche Gebäudemanagement und Energie. Die Gemeinde möchte hier zusammen mit ihrer Verwaltung, den beratenden Kom­missionen und den Gemeindearbeitern eine Vorbildfunktion übernehmen.

Energiekennzahlen für das gesamte Gemeindegebiet

Stromverbrauch Gemeindegebiet

Betrachtet man den Stromverbrauch der Privathaushalte in der Gemeinde Befort (Daten: CREOS), so ist von 2014 bis 2017 ein Anstieg der absoluten Verbrauchswerte um ca. 11,78 % zu konstatieren.


Da in dieser Zeit jedoch auch die Anzahl der Einwohner bzw. Haushalte angestiegen ist, fallen die relativen Werte hier anders aus.

  • Beim Stromverbrauch pro Einwohner ging der Wert von 2013 – 2016 stetig zurück, um seit 2017 wieder anzusteigen

  • Beim Stromverbrauch pro Haushalt ergibt sich ein ähnliches Bild. Auch hier sind die Werte bis 2016 rückläufig, um 2017 deutlich anzusteigen

Ob dieser deutliche Anstieg 2017 mit einem wirklich steigenden Verbrauch oder Messschwierigkeiten zu tun hat, darauf werden die Werte für 2018 und 2019 einen Hinweis geben.

 


Stromproduktion Gemeindegebiet
Da es noch keine Windräder, Wasserkraftwerke oder Biogasanlagen im Gemeindegebiet gibt, erfolgt die aktuelle Stromproduktion auf Beforter Territorium ausschließlich durch Solarstrom. Ein Großteil der vorhandenen Anlagen und damit auch der produzierten Kilowattstunden Strom befindet sich dabei in der Ortschaft Befort.

Der Deckungsgrad an Strom aus erneuerbaren Energien (im Vergleich zum insgesamt verbrauchten Strom auf dem Gemeindegebiet) ist somit vergleichsweise moderat.



Wärmeverbrauch Gemeindegebiet

Der Wärmeverbrauch in Befort ist schwer zu ermitteln, da hier keine leistungsgebundenen Brennstoffe (Erdgas, Fernwärme) vorzufinden sind. Daten sind trotzdem vorhanden, die vom Klimabündnis mit der Software „EcoSpeed" national erhoben wurden, um dann anhand von Indikatoren (Einwohner, Anzahl an Arbeitsplätzen, …) auf die jeweiligen Gemeinden herunterzubrechen. Daher ist die Aussagekraft der Daten eingeschränkt, es können jedoch zumindest grobe Rückschlüsse auf Entwicklungstendenzen gezogen werden.

Der Pro-Kopf-Wärmeverbrauch in der Gemeinde ist seit 2014 leicht rückläufig. Als Brennstoff ist immer noch Heizöl sehr dominant, auch wenn in den letzten Jahren punktuell regenerative Energieträger zum Einsatz kommen.

Die Anzahl der tatsächlichen Wärmeproduktionsanlagen, die regenerative Wärme erzeugen, ist nur schwer zu ermitteln. Einen Hinweis geben die Statistiken des MDDI zu beantragten Subventionen – auch wenn nicht für alle Anlagen ein solcher Zuschuss beantragt worden ist.

 


Wasser

Im Gegensatz zu den Gemeindegebäuden, bei denen der Wasserverbrauch in den letzten Jahren stetig angestiegen ist, sinkt der Wasserverbrauch der Privathaushalte. Mit einem Wert von 118 Litern pro Einwohner und Tag lag der Wert Befort erstmals unter dem Referenzzielwert von 119 l/EW/a.



Abfall

Im Abfallbereich ist aktuell kein positiver Trend erkennbar. Während die Recyclingquote (d.h. der Anteil der Stoffe, die via Valorlux wiederverwertet werden) um die 50 % liegt (Ziel: > 50 %), nimmt die absolute Restmüllmenge von Jahr zu Jahr zu. Dies bedeutet, dass immer mehr Müll produziert wird statt eingespart zu werden.

 

CO2 - Gesamtbetrachtung Gemeinde

Im Rahmen des nationalen Klimapakts hat das Großherzogtum eine Community-Lö­sung mit ECOSPEED Region zur CO2-Bilan­zierung aller 105 Gemeinden ins Leben gerufen. Sie erlaubt Luxemburg die Ers­tellung von einheitlichen, konsistenten und jährlich fortschreibbaren CO2-Bilanzen für alle 105 Gemeinden sowie einen flexi­blen Zusammenzug der kommunalen Bilanzen. Die Datenpflege („Top-down" und „Bottom-up") erfolgt dabei zentral durch das Klima-Bündnis Luxemburg unter aktiver Mithilfe der nationalen Energie­agentur MyEnergy und in Zusammenarbeit mit weiteren staatlichen Stellen.

Für Befort zeigen die Rohdaten (regional, LCA, pro Einwohner), dass die CO2-Produktion pro Einwohner in der Gemeinde in den letzten Jahren annährend linear rückläufig ist.


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